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FOCUS EMPFEHLUNG 2017 — Orthopäde/Unfallchirurg — Hochtaunuskreis
Ihr Orthopäde in Königstein und Oberursel im Taunus

Knie- und Hüftendoprothetik

Künstlicher Ersatz von Hüft- und Kniegelenken

Ersatz eines Kniegelenkes

 

Wenn schwere Knorpelschäden des Kniegelenkes vorhanden sind, und/oder starke Knochenveränderungen vorliegen, die nicht nur Schmerzen, sondern auch Achsenverbiegungen, Bandinstabilitäten und Bewegungseinschränkungen verursachen, sodass keine anderen Behandlungen (Medikamente, Kranken-gymnastik oder ein arthroskopischer Eingriff) mehr helfen, ist ein Gelenkersatz angezeigt.

Je nach Ausdehnung des Schadens können verschiedene Prothesen (Implantate) am Knie eingesetzt werden.

Beim Ersatz eines Kniegelenkes durch ein künstliches Kniegelenk handelt es sich um einen Eingriff, bei dem die verschlissenen Oberflächen des Kniegelenks durch Metall- und Kunststoffkomponenten ersetzt werden. Hierfür werden das untere Stück des Oberschenkelknochens (Femur) sowie das obere Stück des Schienbeins (Tibia) entfernt und die Knochenenden durch entsprechende künstliche Komponenten ersetzt.

Außerdem kann auch die Rückseite der Kniescheibe (Patella) erneuert werden.

Teilweiser (unikondylärer) Kniegelenksersatz

 

Ist nur ein Teil bzw. eine Seite des Kniegelenkes abgenutzt, wird nur der abgenutzte Teil des Knies erneuert. Man spricht von einseitigem Kniegelenkersatz bzw. einem einseitigen Oberflächenersatz (Schlitten). Das neues Knie besteht dann aus einer Metallkomponente am unteren Ende des Oberschenkelknochens und einer Metall-komponente am oberen Ende des  Schienbeinknochens auf der zu ersetzenden Gelenkseite. Ein Zwischenstück aus Kunststoff (evtl. mit Metallmarkierung) liegt zwischen den Metallkomponenten.

Kompletter (bicondylärer) Kniegelenkersatz

 

Beim totalen Kniegelenkersatz bzw. Oberflächenersatz werden die verletzten oder verschlissenen Oberflächen des Kniegelenks durch künstliche Oberflächen ersetzt . Das neue Knie besteht aus einer Metallkomponente am Ende des Oberschenkelknochens und einer Metallkomponente am oberen Ende des Schienbeinknochens. Zwischenstücke aus Kunststoff liegen zwischen den Metallkomponenten.

Wenn notwendig wird die Kniescheibenrückseite ebenfalls ersetzt.

Wir implamtieren Knieendoprothesen (Schlitten- und Vollprothesen) mithilfe einer modernen Navigationstechnik, die nachgewiesene Vorteile bringt im Vergleich zu Implantationen ohne Navigation. 

 

Ersatz eines Hüftgelenkes

künstliches Hüftgelenk, Hüftgelenkstotalendoprothese

 

Bei starkem Hüftgelenksverschleiß (Koxarthrose, Coxarthrose) bestehen große Knorpellschäden und/oder knöchernen Veränderungen am Hüftgelenk. Schmerzen, geminderte Mobilität und eingeschränkte Lebensqualität prägen das Leben der betroffenen Menschen.

Helfen Medikamente oder Maßnahmen wie die physikalische Behandlung mit Wärme, Kälte, Schonung, Massagen, Elektrotherapie oder Ultraschalltherapie, ferner die Krankengymnastik, sprich Physiotherapie, zur Besserung der Beweglichkeit und Erhöhung der Muskelkraft nicht mehr ausreichend, um Schmerzen zu reduzieren und die Mobilität zu erhöhen, so kann hier die Hüftprothese entscheidende Besserung der Schmerzen, der Mobilität und der Lebensqualität bringen.

Wird eine Hüftprothese eingesetzt (implantiert), ersetzt man den Gelenkanteil des Beckens (Pfanne) durch eine Pfannenprothese ( „künstliche Pfanne“), die aus einer Metallschale mit Polyethyleneinsatz oder nur aus Polyethylen gefertigt ist. Der Hüftkopf und der Schenkelhals werden durch den Prothesenschaft mit auf-sitzendem Keramik- oder Metallkopf ersetzt. Die Metallschale und der Prothesenschaft bestehen aus speziellen Stahllegierungen oder Titan, der Kunststoff aus Keramik.

Man unterscheidet die zementfreie (press-fit-Technik) und die zementierte Prothesenverankerung. Zementfreie Prothesenverankerung bedeutet, die Prothesenteile Pfanne und Schaft   werden ohne Knochenzement festgesetzt. Zementierte Prothesenverankerung setzt die Prothesenteile mittels Knochenzement fest. Es gibt zudem die Möglichkeit der so genannten Hybridversorgung. Hier wird die Pfannenschale im Becken ohne Zement, der Hüftschaft im Oberschenkelknochen mit Knochenzement verankert. Auch die Möglichkeit nur eine Oberflächenkappe auf den Hüftkopf zu zementieren wird eingesetzt.

Die Entscheidung für die Art der Verankerung ist im Einzelfall zu treffen. Sie ist nicht nur vom Alter des Patienten sondern auch von der Beschaffenheit des Knochens abhängig. Bei älteren Patienten ist die Verwendung eines zementierten Schaftes häufig ratsam, da das Risiko einer verzögerten Einheilung und verlängerten Mobilisierung entfällt.

Pro Jahr werden in Deutschland ca. 150.000 Hüftendoprothesen eingesetzt.

 

Unsere Spezialisten des künstlichen Gelenkersatzes an Hüfte und Knie sind Dr. Patrick Heinzelmann und H.B. Henke.