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FOCUS EMPFEHLUNG 2017 — Orthopäde/Unfallchirurg — Hochtaunuskreis
Ihr Orthopäde in Königstein und Oberursel im Taunus

Knorpelchirurgie

Knorpelchirurgie

Bei dieser Methode wird arthroskopisch patienteneigener Knorpel aus einem Gelenk entnommen und in ein spezielles Labor eingeschickt. Dort werden die Knorpelzellen angezüchtet und vermehren sich bis zu einer Anzahl von mehreren Millionen in kleinen Spheroiden, den Chondrospheren.


In einem zweiten operativen Schritt sechs Wochen später werden diese Chondrospheren in den Knorpeldefekt eingesetzt. Diese Adhärieren fest nach 20 Minuten am Boden des Defektes. Dort erzeugen die angezüchteten Zellen ein hochqualitatives Knorpelgewebe, welches zur vollständigen Reparatur des Knorpelschadens führt. 


Dieses Verfahren eignet sich zur Behandlung von tiefen Knorpeldefekten an Knie-, Schulter-, Sprung- und Fußgelenken. 
Bislang wurden weltweit mehrere Tausend Patienten mit dieser Methode behandelt. Die zuletzt erschienenen Studien mit einer Nachbeobachtungszeit von 5-10 Jahren zeigten sehr gute Ergebnisse in über 90% der behandelten Patienten!

 

Mikrofrakturierung:

Bei umschriebenen, bis zum Knochen reichenden Knorpelschäden ist die „Mikrofrakturierung“ eine etablierte Methode um einen Ersatzknorpel zu bilden. Dabei wird in einer arthroskopischen Operation der freiliegende Knochen angebohrt. Durch die daraus entstehende Blutung gelangen Zellen in den Knorpeldefekt, die sich in einen Ersatzknorpel umwandeln können. Erweitert werden kann diese Operation durch ein Deckeln der angebohrten Knochenzone mit einer Membran, um die Knorpelzellen besser am Ort halten und zur Vermehrung stimulieren zu können („autologe, matrix-induzierte Chondrogenese“).

Defekte die auch den darunter liegenden Knochen betreffen (z.B. Osteochondrosis dissecans), können durch die Transplantation von Knorpel-Knochen-Zylindern, der sogenannten „Mosaik-Plastik“ behandelt werden. Die Zylinder werden aus einer weniger belasteten Zone des Kniegelenkes entnommen.

Bei der Behandlung von Knorpelschäden muss zwingend die Beinachse mitberücksichtigt werden. Fehlstellungen (z.B. O-Beine) führen zu einer erhöhten Druckbelastung des Knorpels. In diesen Fällen sollten Achsenkorrekturen (Osteotomien) zusätzlich zur Knorpeltherapie durchgeführt werden.

Auch Instabilitäten z.B. nach Kreuzbandrupturen müssen mitbehandelt werden.