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FOCUS EMPFEHLUNG 2017 — Orthopäde/Unfallchirurg — Hochtaunuskreis
Ihr Chirurg in Königstein und Oberursel im Taunus

M Dupuytren

Gutartige Erkrankung des Bindegewebes

Ihren Namen hat die Erkrankung nach einem französischen Arzt namens Dupuytren, der sich mit der Erforschung dieses Krankheitsbildes befasst hat.

Es handelt sich entgegen der weitläufigen Meinung nicht um eine Erkrankung der Beugesehnen, sondern um eine Wucherung der „Haut unter der Haut“, der sogenannten Palmaraponeurose. Diese Bindegewebsschicht verändert sich bei der Dupuytren'schen Erkrankung. Sie wird dicker, bildet Stränge und Knoten, die zu deutlichen Einziehungen der Haut führen können. Hierdurch können sich die Finger wie bei einer Kralle verkrümmen und in die Hand gezogen werden.

Der Verlauf der Erkrankung erfolgt oftmals schubweise, d.h. nach langem Stillstand kann es in relativ kurzer Zeit zu deutlicher Verschlimmerung kommen. Die Erkrankung ist immer gutartig.

Was sind die Ursachen der Dupuytren'sche Erkrankung?

Auch heute noch ist die eigentliche Ursache der Erkrankung unbekannt. Man weiß, Männer erkranken etwa 8-mal so häufig wie Frauen, gehäuftes Auftreten findet man bei zuckerkranken Patienten sowie bei Lebererkrankungen. Eine Verletzung an der Hand ist zwar nicht Ursache der Erkrankung, kann aber die Entwicklung beschleunigen.

Wie wird die Erkrankung diagnostiziert?

Hierzu reicht die alleinige klinische Untersuchung aus.

Wann sollte operiert werden?

Eine Operation sollte durchgeführt werden, wenn es zur Ausbildung einer Beugekontraktur, das heißt einer fixierten Beugung eines Fingers, einer Abspreizhemmung eines Fingers kommt oder wenn sich die Erkrankung flächig über die Hohlhand ausdehnt.

Nicht operative Behandlungsversuche mit Röntgenbestrahlung, Ultraschallbehandlung, Kortisontherapie oder langfristige Vitaminbehandlungen sind zwar beschrieben, zeigen jedoch wissenschaftlich keinen Erfolg und müssen leider als untauglich beschrieben werden.

Wie wird operiert?

Standardmäßig wird die krankhaft veränderte Palmarfascie entfernt mit hierzu nötiger Freipräparation der Gefäß-Nervenstränge und dem Lösen eingetretener Gelenkversteifungen. In der Regel ist eine ambulante Operation in Betäubung des Armes möglich, alternativ eine Vollnarkose.

Welches sind die Risiken der Operation?

Grundsätzlich gilt: je schwerer die Ausprägung, umso höher das Risiko. Wundheilungsstörungen durch Durchblutungsminderungen der Haut sind relativ häufig, heilen jedoch bei korrekter Nachbehandlung in der Regel problemlos aus. Ein erneutes Auftreten trotz Operation oder auch ein neues Auftreten an bisher nicht betroffenen Fingern ist möglich.

Entscheidend für den Erfolg und das gute Ergebnis der Operation sind die fachmännische postoperative Behandlung und die motivierte Mitarbeit des Patienten.